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Mariä Himmelfahrt

Mariä Himmelfahrt 2019 und 2020

Mariä Himmelfahrt, oder auch Mariä Aufnahme in den Himmel, ist ein Feiertag in den deutschen Bundesländern Saarland und Bayern. Grund dafür ist die dortige hohe Bevölkerungsdichte an Katholiken.

JahrDatumTagFeiertagBundesländ
201915. AugustDonnerstagMariä Himmelfahrt BY & SL
202015. AugustSamstagMariä Himmelfahrt BY & SL

Nach der römisch-katholischen Tradition ist Mariä Himmelfahrt das Hochfest zu Ehren der seligen Jungfrau Maria, die Jesus Christus geboren hat. Es ist nicht der Glaube daran, dass Maria nach dem Tod in den Himmel aufstieg, sondern eher, dass ihr sowohl leiblicher Körper, als auch ihre Seele „aufgenommen“ wurden. Das bedeutet, dass sie an diesem Tag von Gott in den Himmel gebracht wurde. Dies ist insofern von Bedeutung, da man so keinen Gedanken daran vergeuden muss, dass Marias Körper nach ihrem Tod im Grab entweiht wird.

Der Glaube an die Himmelfahrt wurde zum ersten Mal im 5. Jahrhundert n. Chr. in historischen Dokumenten gefunden und wurde erst 451 n. Chr. beim Konzil von Chalcedon zu einem katholischen Feiertag. Allerdings wurde das Datum, der 15. August, erst viel später, nämlich um etwa 700 n. Chr. festgelegt.

Es wird geglaubt, dass Maria mit dem Apostel Johannes gelebt hat, dem Jesus Maria anvertraut hatte, bevor er gekreuzigt wurde. Sie reiste mit ihm nach Ephesos, wo Johannes sein Amt als Pfarrer der dortigen Kirche annahm. Sowohl Ephesos als auch Jerusalem behaupten, der Todesort von Maria zu sein. Ihr Grab wurde in Jerusalem lokalisiert, aber der katholische Glaube hält weiterhin daran fest, dass ihr Grab, wie das von Jesus, ein leeres ist.

Berühmte Malereien von Maria wie sie in den Himmel aufsteigt, beispielsweise in den Darstellungen von Corregio und Rubens, dienten jahrhundertelang zur Visualisierung dieses Glaubens. In der Regel sieht man, wie sich Maria schwebend auf halber Höhe auf ihrem Weg zum Himmel befindet, während Jesus oder Gott der Vater oben wartend auf sie hinuntersehen. Zudem stehen unten mehrere Heilige und Christen, die das Leben auf der Erde repräsentieren. Engel und Cherubim fliegen oft als Begleiter mit ihr auf ihrem Weg nach Ruhm mit.

An Mariä Himmelfahrt finden in Bayern und im Saarland mehrere Heilige Messen statt, die Glocken werden geläutet und man unternimmt Pilgerfahrten. Wenn zwei Kirchen nah beieinanderstehen, läuten sie ihre Glocken häufig im Einklang. In einigen Orten finden Prozessionen und auch Sommerfeste statt, die extra auf den 15. August fallen.

Es gibt zwei große deutsche Traditionen der Mariä Himmelfahrt. Die erste besagt, dass die ersten reifen Walnüsse und Haselnüsse als Mariennüsse bezeichnet werden. Sie werden umsonst an Kinder verteilt. Bei der zweiten Tradition, die eher in ländlicheren Regionen gefeiert wird, streifen die Dorfbewohner durch die Felder und sammeln verschiedene Kräuter und Blumen. Diese werden dann zu Sträußen gebunden und von den Pfarrern gesegnet. Einige werden dann in den Kirchen auf die Altäre gelegt, während andere die Wände der Häuser zieren. Besonders gerne werden für diesen Anlass Kamille, Thymian, Klee, Beifuß, Schafgarbe und Wermut gesammelt.

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